Der Biografie-Workshop vor ein paar Tagen war grandios. Und er hat mir einmal mehr gezeigt, wie wertvoll diese Arbeit ist. Weil sie Menschen genau dort abholt, wo sie gerade stehen. Wo sie vielleicht feststecken, verharren und nach etwas im Außen suchen, das in Wahrheit längst in ihnen selbst existiert.
Besonders berührt hat mich, wie jede Teilnehmerin ihr Leben als Haus beschrieben hat:
Offene Türen.
Ein Haus, das sich nach dem Sonnenstand ausrichtet.
Krumme Fenster.
Der Blick auf die Welt vom Dachgeschoss.
Hohe Decken.
So unterschiedlich – und doch so ehrlich.
Denn in diesen Bildern zeigt sich bereits so viel: Einstellungen. Sehnsüchte. Und manchmal auch das Gefühl von Unordnung im eigenen Leben.
Viele der Frauen waren auf der Suche nach ihrem Zukunfts-Ich.
Mit der leisen oder lauten Frage:
„Das kann doch noch nicht alles gewesen sein?“
Und genau hier setzt diese Arbeit an. Die Biografie wird nicht länger nur als Rückblick verstanden, sondern als Grundlage für das, was kommt.
Denn ich bin zutiefst überzeugt, dass unsere Seele, die sich permanent entwickeln will, das Rucksackgepäck für alles, was da kommt, braucht, um zu werden, wer man werden möchte.
So kann das bisherige Leben, die Erfahrungen aus der Vergangenheit und auch das erfahrene Leid zu einem Leitmotiv für den weiteren Weg werden.
Für mich ist diese Arbeit deshalb vor allem eines: Ein liebevoller Blick auf das Leben eines Menschen.
Ein Raum, in dem jemand vielleicht zum ersten Mal erfährt: Wertschätzung. Wärme. Und ein tiefes Verstandenwerden.
Und vielleicht spürst du beim Lesen, dass dich genau das gerade ruft. Dass da etwas in dir ist, das gesehen, verstanden oder geordnet werden möchte.
Und vielleicht magst du ja mal selbst über die Frage sinnieren: Wie würde ich mein Leben als Haus beschreiben?
Möglicherweise möchtest du das mit mir teilen. Ich würde mich sehr freuen, Ich würde mich sehr freuen, ganz gleich, über welchen Kanal.






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