Manchmal suchen wir die Lebendigkeit im Außen – in Momenten, Menschen oder Umständen. Doch oft entdecken wir sie erst wieder, wenn es still wird. Wenn wir beginnen, nach innen zu hören. Dann zeigt sich: Sie war nie weg. Sie hat nur gewartet.
Lebendigkeit
Ich habe jahrelang nach meiner inneren Lebendigkeit gesucht – nach dieser glückseligen Freude, die dem Leben entgegenstrahlt. Nach dem inneren Funken, der das Gesicht zum Leuchten bringt und mit überschäumender Freude verbunden ist.
In diesen Momenten scheint die Zeit stillzustehen. Ich bin im Flow, mit mir selbst und mit allem, was mich umgibt. Ich fühle mich ganz, wie eine sprudelnde Quelle. Lebendig.
Oft suchen wir diese Lebendigkeit im Außen. In Erfahrungen, Begegnungen, Erfolgen. Doch die Wahrheit ist: Sie wohnt bereits in uns. Sie hat nur lange in einem verschlossenen Raum geschlummert.
Und doch kehrt in diesen Raum irgendwann wieder Helligkeit zurück. Licht. Wärme. Luft zum Atmen. Und mit dieser Helligkeit kommt auch die lange vermisste Lebendigkeit wieder hervor.
Manchmal sind es kleine Dinge, die sie wecken. Ein Moment der Stille. Ein Blick in die Natur. Oder Farben.
Für mich sind Farben ein Ausdruck von Leben. Sie befeuern diese innere Lebendigkeit, erinnern mich daran, dass sie nie ganz verschwunden war. Dass sie nur darauf gewartet hat, wieder gesehen zu werden.
Ein Gedanke zum Schluss
Ich habe über diese Verbindung zwischen Farben und Lebendigkeit ein Gedicht geschrieben. Es ist derzeit in Lorsch im Rahmen der diesjährigen Hoftorpoesie zu sehen.
Vielleicht ist genau das der Kern: Dass Lebendigkeit nicht entsteht, sondern sich erinnert.
Und vielleicht war sie nie weg. Vielleicht wollte sie nur wieder ans Licht.
Impuls: Wo in deinem Leben wartet gerade etwas darauf, wieder lebendig zu werden?






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