Gedanke 1 – Eine Beobachtung
Ich beobachte derzeit eine interessante Entwicklung – besonders in der Baubranche.
Während bei einigen Unternehmen die wirtschaftliche Lage dramatisch ist, Kommunen Investitionen streichen und Aufträge immer knapper werden, gibt es auf der anderen Seite spezialisierte Nischenanbieter, die kaum hinterherkommen.
Von Rezession ist dort nichts zu spüren.
Vielleicht zeigt sich gerade jetzt, wie wertvoll eine klare Positionierung und echtes Spezialistentum sind.
Gedanke 2 – Eine Erkenntnis
Vertrauen ist für mich die stabilste Währung überhaupt.
Ich bin meinen Worten sehr loyal. Wer in mich mit Zeit, Geld oder Verantwortung investiert, darf darauf vertrauen, dass ich liefere.
Umgekehrt scheint Vertrauen heute fast eine seltene Ressource zu sein. Vielleicht müssten wir diese Währung neu denken. Oder sie gemeinsam erfinden. zwinker
Zu diesem Gedanken ist dieses kleine Gedicht entstanden.
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Vertrauen bricht. Nicht plötzlich. Leise. Bis der Moment kommt, Die Wahrheit Zuerst wirkt sie fremd. Doch der Verstand Er scannt. Bis das Bild Ob Anlagebetrug. Die Geschichte ist eine andere. Das Gefühl Etwas stirbt. Die Selbstverständlichkeit. Was bleibt, Und die leise Aufgabe, Bis irgendwann |
Gedanke 3 – Etwas Persönliches
Seit einigen Wochen machen mir meine Knie zu schaffen.
Der Spezialist hat eine beginnende Arthrose festgestellt. Ausgelöst wurde der Schmerz bei einer Drehbewegung auf dem Tennisplatz, ausgerechnet bei meinem Lieblingssport.
In der Physiotherapie bin ich auf einen Therapeuten gestoßen, der ganzheitlich arbeitet. Genau mein Ding.
Und womit beginnt er?
Mit meinen Füßen.
Mit meinem Hallux valgus , einem Körperteil, mit dem ich seit über 40 Jahren lebe und inzwischen Frieden geschlossen habe.
Das Spannende: Das Training meiner Fußmuskulatur überfordert mein autonomes Nervensystem regelrecht. Mein Gehirn weiß teilweise gar nicht mehr, wie es einzelne Muskeln gezielt ansteuern soll.
Faszinierend, wie sehr wir unseren Körper über Jahre kompensieren lassen und dadurch immer dieselben Muster festigen und in diesen ausgetretenen Trampelpfaden laufen.
Eigentlich passiert uns das nicht nur körperlich.
Gedanke 4 – Ein Satz, der hängen geblieben ist.
Beim Lesen eines Fachartikels bin ich auf ein spanisches Sprichwort gestoßen:
„Wer immer Zugpferd ist, wird am Ende zum Esel.“
Dieser Satz hat mich unerwartet getroffen.
Ich bin für viele Menschen oft das Zugpferd. Der Antreiber. Der Motor.
Aber was passiert, wenn man dauerhaft zieht?
Vielleicht bleibt irgendwann tatsächlich nur noch ein erschöpftes Tier zurück, das weder Kraft noch Freude daran hat, sich zu bewegen.
Dieser Gedanke sitzt tief.
Und ich glaube, über ihn werde ich noch eine Weile nachdenken und an meiner Einstellung justieren.
Gedanke 5 – Etwas, das sich verändert hat
Die überraschend eintretende Hitzewelle vor 1,5 Wochen hat in mir den Wunsch nach einem Klimagerät verstärkt.
Doch ich merke, dass ich immer noch abwäge: Klimagerät oder Bettverlagerung in den kühleren Keller.
Wie werde ich mich entscheiden?
Jetzt gerade sind die Nächte wieder erträglich. Aber bin ich bereit in den Keller vorübergehend zu ziehen?
Gedanke 6 – Etwas, das überrascht hat
Vor etwa zwei Wochen wollte ich eigentlich nur mein kostenloses Raum-Workbook überarbeiten.
Ich hätte nicht gedacht, was daraus entstehen würde.
Aus einer Überarbeitung wurde ein inhaltsreicher Blogartikel. Noch schöner ist jedoch das Feedback von Menschen, die mir geschrieben haben, dass sie ihre Räume plötzlich mit anderen Augen wahrnehmen und achtsamer durch ihr Zuhause gehen.
Heute habe ich einen weiteren Schritt gewagt und den SWR kontaktiert. Die E-Mail ist verschickt.
Nun bin ich gespannt, ob meine Idee den Nerv der Redaktion trifft.
Und wer weiß, vielleicht spielt mir das Sommerloch sogar ein wenig in die Karten.
Gedanke 7 – Ein Ausblick
Ich spüre immer deutlicher, dass sich meine Rolle verändert.
Ich sehe mich zunehmend als Raum-Begleiterin. Oder vielleicht sogar als Raum-Botschafterin.
Diese Positionierung fühlt sich nicht konstruiert an. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt aus dem, was ich tue, beobachte und weitergeben möchte.
Ich bin neugierig, wohin mich dieser Weg in den kommenden Monaten führen wird.
Eines weiß ich bereits heute:
Räume erzählen Geschichten. Und ich möchte Menschen dabei helfen, sie wieder wahrzunehmen und sie für Veränderungen zu nutzen.






Liebe Heike,
Dein Zitat „Wer immer Zugpferd ist, wird am Ende zum Esel.“ wirkt gerade nach.
Da steckt soviel drin. Und teilweise erkenne auch ich mich hier, daher möchte ich unbedingt mit diesem Gedanken mal spazieren gehen.
Danke für diesen Impuls.
In Verbundenheit
Deine Linda
Das freut mich, liebe Linda, dass auch dir dieses Sprichwort aus Spanien zu denken gibt. 😉